03
Mai
09

die linden Lüfte sind erwacht..

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Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und wehen Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Ludwig Uhland


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ich wünsche Euch eine erfolreiche Woche
leise
* Christin *
30
Apr
09

Lieber Mai

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Sei mir gegrüßt, du lieber Mai,
mit Laub und Blüten mancherlei!
Seid mir gegrüßt, ihr lieben Bienen,
vom Morgensonnenstrahl beschienen!

Wie fliegt ihr munter ein und aus
in Imker Dralles Bienenhaus
und seid zu dieser Morgenzeit
so früh schon voller Tätigkeit.

Für Diebe ist hier nichts zu machen,
denn vor dem Tore stehn die Wachen.
Und all´ die wacker´n Handwerksleute
die hauen, messen stillvergnügt,
bis daß die Seite sich zur Seite
schön sechsgeeckt zusammenfügt.

Schau! Bienenlieschen in der Frühe
bringt Staub und Kehricht vor die Tür;
Ja! Reinlichkeit macht viele Mühe,
doch später macht sie auch Pläsier.

28
Apr
09

mein tiefstes Lied


Wie ein Geliebter seines Mädchens Kopf,
den süßen Kopf mit seiner Welt von Glück,
in seine beiden armen Hände nimmt,
so faß ich deinen Frühlingskopf, Natur,


dein überschwänglich holdes Maienhaupt,
in meine armen, schlichten Menschenhände,
und, tief erregt, versink ich stumm in dich,
indes du lächelnd mir ins Auge schaust,
und stammle leis dir das Bekenntnis zu:


Vor so viel Schönheit schweigt mein tiefstes Lied.

Christian Morgenstern

* Christin *

21
Apr
09

Galgenbruders Frühlingslied

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Es lenzet auch auf unserm Spahn,
o selige Epoche!
Ein Hälmlein will zum Lichte nahn
Aus einem Astwurmloche.

Es schaukelt bald im Winde hin
und schaukelt bald drin her.
Mir ist beinah, ich wäre wer,
der ich doch nicht mehr bin ..

Christian Morgenstern

einen sanften Gruß meinen Freunden

leise
* Christin *

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19
Apr
09

Auf den Wald und auf die Wiese

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Auf den Wald und auf die Wiese,
Mit dem ersten Morgengrau,
Träuft ein Quell vom Paradiese,
Leiser, frischer Maientau;
Was den Mai zum Heiligtume
Jeder süßen Wonne schafft,
Schmelz der Blätter, Glanz der Blume,
Würz’ und Duft, ist seine Kraft.

Wenn den Tau die Muschel trinket,
Wird in ihr ein Perlenstrauß;
Wenn er in den Eichstamm sinket,
Werden Honigbienen draus;
Wenn der Vogel auf dem Reise
Kaum damit den Schnabel netzt,
Lernet er die helle Weise,
Die den ersten Wald ergetzt.



Mit dem Tau der Maienglocken
Wascht die Jungfrau ihr Gesicht,
Badet sie die goldnen Locken,
Und sie glänzt von Himmelslicht;
Selbst ein Auge, rot geweinet,
Labt sich mit den Tropfen gern,
Bis ihm freundlich niederscheinet,
Taugetränkt, der Morgenstern.

Sink denn auch auf mich hernieder,
Balsam du für jeden Schmerz!
Netz’ auch mir die Augenlider!
Tränke mir mein dürstend Herz!
Gib mir Jugend, Sangeswonne,
Himmlischer Gebilde Schau,
Stärke mir den Blick zur Sonne,
Leiser, frischer Maientau!

Ludwig Uhland

Meinen Freunden eine erfolgreiche Woche
gute Nacht
leise
* Christin *

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19
Apr
09

Jesus zu Sr. Faustyna:

Jesus zu Sr. Faustyna:

“ Ich wünsche, dass das Fest meiner Barmherzigkeit eine Zuflucht sei für alle Seelen, besonders aber für die armen Sünder. An diesem Tag sind die äussersten Tiefen meiner Barmherzigkeit für alle geöffnet. Ich werde ein Meer von Gnaden über jene Seelen ergiessen, die sich der Quelle meiner Barmherzigkeit nahen. Jene, die an diesem Tag beichten und die heilige Kommunion empfangen, erhalten nicht nur die Verzeihung ihrer Sünden, sondern auch den Nachlass der Strafen, die sie dafür verdient haben. Niemand soll Angst haben, zu mir zu kommen, selbst wenn seine Sünden rot wären wie Scharlach. Meine Barmherzigkeit ist so gross, dass kein Verstand, weder von Menschen noch von Engeln, sie in Ewigkeit ergründen kann. Das Fest der Barmherzigkeit entströmt aus meinem tiefen Inneren. Ich wünsche, dass es am erste Sonntag nach Ostern feierlich begangen wird. Dieses Fest wird ein Trost sein für die ganze Welt.“

einen wundervollen Sonntag wünsche ich Euch .Menschen die lächelnde Gesichter tragen

Sonnenstrahlen und Freude in Euren Herzen .

einen sanften Gruß an meinen Freund Rolf ich denke sehr viel an dich. und hoffe so sehr das es dir wenigstens etwas besser geht

Leise Christin

15
Apr
09

Wahrhaftig

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Wenn der Frühling kommt mit dem Sonnenschein,
Dann knospen und blühen die Blümlein auf;
Wenn der Mond beginnt seinen Strahlenlauf,
Dann schwimmen die Sternlein hinterdrein;

Wenn der Sänger zwei süße Äuglein sieht,
Dann quellen ihm Lieder aus tiefen Gemüt; -

Doch Lieder und Sterne und Blümelein,
Und Äuglein und Mondglanz und Sonnenschein,
Wie sehr das Zeug auch gefällt.

So machts doch noch lang keine Welt.

Heinrich Heine
* Christin *

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23
Mär
09

Des alten Mannes Sehnsucht nach dem Sommer

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Des alten Mannes Sehnsucht nach dem Sommer

Wenn endlich Juli würde anstatt März,

Nichts hielte mich, ich nähme einen Rand,
Zu Pferd, zu Wagen oder mit der Bahn
Käm ich hinaus ins schöne Hügelland.

Da stünden Gruppen großer Bäume nah,
Platanen, Rüster, Ahorn oder Eiche:
Wie lang ists, daß ich keine solchen sah!

Da stiege ich vom Pferde oder riefe
Dem Kutscher: Halt! und ginge ohne Ziel
Nach vorwärts in des Sommerlandes Tiefe.

Und unter solchen Bäumen ruht ich aus;
In deren Wipfel wäre Tag und Nacht
Zugleich, und nicht so wie in diesem Haus,

Wo Tage manchmal öd sind wie die Nacht
Und Nächte fahl und lauernd wie der Tag.
Dort wäre Alles Leben, Glanz und Pracht.

Und aus dem Schatten in des Abendlichts
Beglückung tret ich, und ein Hauch weht hin,
Doch nirgend flüsterts: »Alles dies ist nichts.«

Das Tal wird dunkel. und wo Häuser sind,
Sind Lichter, und das Dunkel weht mich an,
Doch nicht vom Sterben spricht der nächtige Wind.

Ich gehe übern Friedhof hin und sehe
Nur Blumen sich im letzten Scheine wiegen,
Von gar nichts anderm fühl ich eine Nähe.

Und zwischen Haselsträuchern, die schon düstern,
Fließt Wasser hin, und wie ein Kind, so lausch ich
Und höre kein »Dies ist vergeblich« flüstern!

Da ziehe ich mich hurtig aus und springe
Hinein, und wie ich dann den Kopf erhebe,
Ist Mond, indes ich mit dem Bächlein ringe.

Halb heb ich mich aus der eiskalten Welle,
Und einen glatten Kieselstein ins Land
Weit schleudernd, steh ich in der Mondeshelle.

Und auf das mondbeglänzte Sommerland
Fällt weit ein Schatten: dieser, der so traurig
Hier nickt, hier hinterm Kissen an der Wand?

So trüb und traurig, der halb aufrecht kauert
Vor Tag und böse in das Frühlicht starrt
Und weiß, daß auf uns beide etwas lauert?

Er, den der böse Wind in diesem März
So quält, daß er die Nächte nie sich legt,
Gekrampft die schwarzen Hände auf sein Herz?

Ach, wo ist Juli und das Sommerland!

Hugo von Hofmannsthal, (1874 – 1929)


einen leisen Gruß Euch

* Christin *
17
Mär
09

MÄRZ

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Der säuselnde Märzwind, er kann es dir sagen,
Er hat schon manch Lied durch die Lüfte getragen,
Das Wunder des Frühlings, es steckt ihm im Blut,
Es ist ihm ein altes ein kostbares Gut !

Die Knospen, die träumten, sie quellen nun schon,
Sie suchen Entfaltung als lieblichen Lohn,
Und aus dem Boden ströhmt würziger Duft,
Wie Lebensodem durchdringt er die Luft.

Der Frühling rüstet sich mählich zum Feste,
Die Blumen sind seine Lieblichsten Gäste,
Die Vögel, sie bilden den jauchzenden Chor,
Wie einst holt er staunend Menschen vor`s Tor,

Wie einst läßt den Märzen er vorbereiten
Die besseren, warmen, sonnigen Zeiten.
Am Waldrand schmilzt er den letzten Schnee,
Und bei der Hecke ich wahrlich schon seh`
die Kinder vom Dorf, um Veilchen zu suchen,
Dort unter den Birken und grünenden Buchen,
Dort unter dem blühenden haselstrauch
Und unter den Weidekätzchen auch.

Beim Steinbruch sich sonnt ein Huflattichstern,
Auch er hat die wärmenden Strahlen so gern,
Die Finken, die Meisen, sie können nicht schweigen,
Das jauchzen der Amsel ist liebliches Geigen !

Der Märzwind, er trocknet das naßfeuchte Land,
Er nimmt die Kinder getrost bei der Hand
Und durch die Wipfel die uralte Sage
Erzählt uns von scheidender Winterklage,

Erzählt uns vom jährlichen Märzenstaub,
Der mit sich bringet das Gras und das Laub !
Es singen die Vögel:

“ es bringt noch viel mehr,
der freundliche März, wir lieben ihn sehr „

Sophie Vogel – Sommer

ich wünsche meinen Freunden
einen wunderschönen Märztag
leise
* Christin *

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14
Mär
09

Schein und Sein


Mein Kind, es sind allhier die Dinge,
gleichviel, ob große, ob geringe,
im Wesentlichen so verpackt,
daß man sie nicht wie Nüsse knackt.

Wie wolltest du dich unterwinden,
kurzweg die Menschen zu ergründen.
Du kennst sie nur von außenwarts.
Du siehst die Weste, nicht das Herz.

Wilhelm Busch
* Christin *

ich wünsche Euch ein schönes Frühlingswochenende !
leise
* Christin *