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Wasserflut
Frühlingsliebe…
Ich muß es selbst dir sagen:
Du bist mein Frühling, du nur mir
In diesen lichten Tagen.
Ich will die Rosen nicht mehr sehn,
Nicht mehr die grünen Matten,
Ich will nicht mehr zu Walde gehn
Nach Duft und Klang und Schatten.
Ich will nicht mehr der Lüfte Zug,
Nicht mehr der Wellen Rauschen,
Ich will nicht mehr der Vögel Flug
Und ihrem Liede lauschen.
Ich will hinaus, ich will zu dir
Ich will es selbst dir sagen:
Du bist mein Frühling, du nur mir,
In diesen lichten Tagen …
Hoffmann von Fallersleben,
August Heinrich(1798-1874)
* Christin *
dein lächeln
deine Stimme mich elektrisiert,
wenn ein Hauch von Erotik schwingt,
meinen Koerper zum Zittern bringt.
Wenn deine Haende mich zaertlich beruehren
deine Augen mich sachte verfueren,
wenn deine Lippen auf Wanderschaft gehen,
wir ganz sanft in einander vergehen.
wenn wir herzhaft ueber uns lachen,
und noch andere *Dinge* machen,
dann weiss ich was ich will fuer mich!
Dich…Dich…Dich…
Zu viel.
Frühling übers Jahr
Weißer Morgen….
Nebel zieht das schwere Grau des Winters
noch tiefer herab
auf die schwarzen Säulen
und ihre starrenden Arme,
die als letzte Schatten der Nacht
nach dem frühen Morgen greifen.
die Landschaft in sich zu begraben,
und das Auge verliert sich
hinter wenigen Baumreihen
im rauen Gewand der kalten Monate.
Über Nacht war alles Gezweige
in eisiges Silbergrau gefallen.
schweben Schneeflocken aus fernen Welten
vorsichtig in die Einsamkeit.
Sie sinken sanft in die Kronen
und viele, erschöpft vom weiten Flug,
tiefer in alle empfangenden Arme.
und träumt in jeder Flockendecke
den Morgen herbei.
Ihn zu bezaubern,
haucht sie ihm einen Schleier
aus Zärtlichkeit entgegen…
bricht in die Nebel des Schweigens
ein Strahlengruß der Sonne.
Zuerst befangen, dann doch in aller Macht,
verklärt das Licht
die schneeweiße Landschaft
und schenkt auf weißem Samt
die Perlen des Glücks…
© Elmar Kupke, *1942,
deutscher Aphoristiker
Aschermittwoch
das bunte Kleid in Lumpen, -
und klirrend auf den Estrich schellt
der Freude voller Humpen.
Laut krachend springt ins Schloss das Tor,
kein Lichtschein mehr am Fenster -
ein grauer Morgen kriecht empor,
der Morgen der Gespenster.
ein stolzes Weib gestanden -
von ihrem Odem rauscht das Laub,
des Meeres Wogen branden.
Sie reckt sich in die Frühlingspracht
mit herrischer Gebärde:
mein ist, was blüht und weint und lacht -
mein ist die ganze Erde!
und predigt Reu und Buße?
Ihr seid das Sandkorn vor dem Sturm,
der Staub mir unterm Fuße.
Was schiert mich eurer Sünde Scham
und eurer Hölle Flammen?
Ich blas den ganzen Maskenkram
mit einem Hauch zusammen.
das Hündlein in der Gossen
mehr als der schönste Damenflor
in euren Staatskarossen.
Und Blumen und Konfettischlacht?
Wie jäh verstummt die Harfe,
versprüht der Witz, verblasst die Pracht,
löst meine Hand die Larve.
und gramzerfressne Miene
mehr als der Fürstenhöfe Tand
und blutige Hermeline. -
Und tobt im Ost der Schwertertanz,
und saust das Blei, das rasche -
auf aller Kronen Faschingsglanz
streu ich die Handvoll Asche!
sie wanken beid auf Erden
und werden einst vom Wirbelsturm
zu Staub zerblasen werden.
Und reißt der letzten Narretei
der bunte Rock in Fetzen,
dann soll die Menschheit, nackt und frei,
sich an die Tafel setzen.















