Archiv-Seite 2

10
Mär
09

Wasserflut

Manche Trän`aus meinen Augen
ist gefallen in den Schnee;
seine kalten Flocken saugen
durstig ein das heiße Weh.

Wenn die Gräser sprossen wollen,
webt daher ein lauer Wind,
und das Eis zerspringt in Schollen,
und der weiche Schnee zerrinnt.

Schnee, du weißt von meinem Sehnen,
Sag, wohin doch geht dein Lauf ?
Folge nach nur meinen Tränen,
nimmt dich bald das Bächlein auf.

Wirst mit ihm die Stadt durchziehen,
munt` re Strassen ein und aus,
fühlst du meine Tränen glühen,
da ist meiner Liebsten Haus.

Franz Schubert
Winterreisen

10
Mär
09

Frühlingsliebe…

Ich muß hinaus,  ich muß zu dir,
Ich muß es selbst dir sagen:
Du bist mein Frühling, du nur mir
In diesen lichten Tagen.

Ich will die Rosen nicht mehr sehn,
Nicht mehr die grünen Matten,
Ich will nicht mehr zu Walde gehn
Nach Duft und Klang und Schatten.

Ich will nicht mehr der Lüfte Zug,
Nicht mehr der Wellen Rauschen,
Ich will nicht mehr der Vögel Flug
Und ihrem Liede lauschen.

Ich will hinaus, ich will zu dir
Ich will es selbst dir sagen:
Du bist mein Frühling, du nur mir,
In diesen lichten Tagen …

Hoffmann von Fallersleben,
August Heinrich(1798-1874)

* Christin *


ich wünsche meinen Freunden
einen schönen Tag
leise
christin
07
Mär
09

dein lächeln

wir


DEIN LAECHELN Wenn Dein Laecheln meine Haut beruehrt,
deine Stimme mich elektrisiert,
wenn ein Hauch von Erotik schwingt,
meinen Koerper zum Zittern bringt.

Wenn deine Haende mich zaertlich beruehren
deine Augen mich sachte verfueren,
wenn deine Lippen auf Wanderschaft gehen,
wir ganz sanft in einander vergehen.

wenn wir herzhaft ueber uns lachen,
und noch andere *Dinge* machen,
dann weiss ich was ich will fuer mich!
Dich…Dich…Dich…


mir zugesandt von meiner Freundin Nicoletta
ich danke dir dafür.

merci
leise
* Christin *
Kuss
01
Mär
09

Zu viel.

Photobucket

Der Himmel glänzt vom reinsten Frühlingslichte,
Ihm schwillt der Hügel sehnsuchtsvoll entgegen,
Die starre Welt zerfließt in Liebessegen
Und schmiegt sich rund zum zärtlichen Gedichte.

Am Dorfeshang, dort bei der luftgen Fichte,
Ist meiner Liebsten kleines Haus gelegen-
O Herz, was hilft dein Wiegen und dein Wägen,
Daß all der Wonnestreit in dir sich schlichte´!

Du, Liebe, hilf den süßen Zauber lösen,
Womit Natur in meinem Innern wühlet !
Und du, o Frühling, hilf die Liebe beugen !

Lisch aus, o Tag ! Laß mich in Nacht genesen !
Indes ihr sanften Sterne göttlich kühlet,
Will Ich zum Abgrund der Betrachtung steigen.

Eduard Mörike

ich wünsche Euch einen angenehmen Sonntag
und einen guten Start in die neue Woche
leise
* Christin *
herz
.
27
Feb
09

Frühling übers Jahr

Photobucket
Das Beet, schon lockert
Sichs in die Höh,
Da wanken Glöckchen
So weiß wie Schnee;
Safran entfaltet
Gewaltige Glut,
Smaragden keimt es
Und keimt wie Blut.
Primeln stolzieren
So naseweis,
Schalkhafte Veilchen,
Versteckt mit Fleiß;
Was auch noch alles
Da regt und webt,
Genug, der Frühling,
Er wirkt und lebt.

Doch was im Garten
Am reichsten blüht,
Das ist des Liebchens
Lieblich Gemüt.
Da glühen Blicke
Mir immerfort,
Erregend Liedchen,
Erheiternd Wort;
Ein immer offen,
Ein Blütenherz,
Im Ernste freundlich
Und rein im Scherz.
Wenn Ros und Lilie
Der Sommer bringt,
Er doch vergebens
Mit Liebchen ringt.

Johann Wolfgang von Goethe

Ich wünsche meinen Freunden
ein erholsames Wochenende

einen besonderen Gruß sende ich an meinen kranken Freund
Rolf Schlicht

ich wünsche dir Kraft und schnelle Genesung.
leise
* Christin *

Frühling
25
Feb
09

Weißer Morgen….

Photobucket

Weißer Morgen

Nebel zieht das schwere Grau des Winters
noch tiefer herab
auf die schwarzen Säulen
und ihre starrenden Arme,
die als letzte Schatten der Nacht
nach dem frühen Morgen greifen.


Überall droht er -
die Landschaft in sich zu begraben,
und das Auge verliert sich
hinter wenigen Baumreihen
im rauen Gewand der kalten Monate.
Über Nacht war alles Gezweige
in eisiges Silbergrau gefallen.

Jetzt in der Dämmerung
schweben Schneeflocken aus fernen Welten
vorsichtig in die Einsamkeit.
Sie sinken sanft in die Kronen
und viele, erschöpft vom weiten Flug,
tiefer in alle empfangenden Arme.

Schon trägt die Natur ein weißes Brautkleid
und träumt in jeder Flockendecke
den Morgen herbei.
Ihn zu bezaubern,
haucht sie ihm einen Schleier
aus Zärtlichkeit entgegen…

Mit einem Mal
bricht in die Nebel des Schweigens
ein Strahlengruß der Sonne.
Zuerst befangen, dann doch in aller Macht,
verklärt das Licht
die schneeweiße Landschaft
und schenkt auf weißem Samt
die Perlen des Glücks…

© Elmar Kupke, *1942,
deutscher Aphoristiker

Nicoletta

ich danke dir liebe Freundin
und wünsche dir einen wunderschönen Tag
herzlichst
christin

Photobucket
25
Feb
09

Aschermittwoch

Photobucket

Aschermittwoch

Nun fällt der tollen Narrenwelt
das bunte Kleid in Lumpen, -
und klirrend auf den Estrich schellt
der Freude voller Humpen.
Laut krachend springt ins Schloss das Tor,
kein Lichtschein mehr am Fenster -
ein grauer Morgen kriecht empor,
der Morgen der Gespenster.

Da ist im tiefen Straßenstaub
ein stolzes Weib gestanden -
von ihrem Odem rauscht das Laub,
des Meeres Wogen branden.
Sie reckt sich in die Frühlingspracht
mit herrischer Gebärde:
mein ist, was blüht und weint und lacht -
mein ist die ganze Erde!

Was bimmelt ihr vom Kirchenturm
und predigt Reu und Buße?
Ihr seid das Sandkorn vor dem Sturm,
der Staub mir unterm Fuße.
Was schiert mich eurer Sünde Scham
und eurer Hölle Flammen?
Ich blas den ganzen Maskenkram
mit einem Hauch zusammen.

Mir gilt die Dirne unterm Tor,
das Hündlein in der Gossen
mehr als der schönste Damenflor
in euren Staatskarossen.
Und Blumen und Konfettischlacht?
Wie jäh verstummt die Harfe,
versprüht der Witz, verblasst die Pracht,
löst meine Hand die Larve.

Mir gilt des Bettlers hohle Hand
und gramzerfressne Miene
mehr als der Fürstenhöfe Tand
und blutige Hermeline. -
Und tobt im Ost der Schwertertanz,
und saust das Blei, das rasche -
auf aller Kronen Faschingsglanz
streu ich die Handvoll Asche!

Ob Kirchen- oder Festungssturm,
sie wanken beid auf Erden
und werden einst vom Wirbelsturm
zu Staub zerblasen werden.
Und reißt der letzten Narretei
der bunte Rock in Fetzen,
dann soll die Menschheit, nackt und frei,
sich an die Tafel setzen.

Walter

eine angenehme Restwoche
auch dir Walter
und Euch einen wunderschönen Frühlingstag
herzlichst
Christin
Photobucket
19
Feb
09

Fieberlied

Photobucket

Rote, rote Fieberspinnen,
Drehen dicke Woll`,
Drehn mich selber mit darinnen
Und ich kann mich nicht besinnen,
Wie ich tanzen soll.-
Wie man tanzt in blauen Wicken,
Wie ich selber heiß.
Rote Fieberspinnen stricken,
Netze um mich zu ersticken,
Weil ich`s nicht mehr weiß.

Rote, rote Fieberspinnen,
Jener der mich liebt,
Bringt mir Schuh aus goldnen Linnen
Und dann tanze ich darinnen,
Bis mir Gott vergibt.
Alles, alles wird vergeben
Was ich tat und litt,
Weil mein liebster Schuster eben
Sie aus süßesten Geweben
Seines eigenen Herzens schnitt.

Silvia Walter

einen leisen Gruß Euch für diesen Tag
* Christin *
18
Feb
09

Gemeinsam

Photobucket

Das Messer teilt unser Brot
in gleich Stücke.
Wo deine Lippen am Glas lagen,
trinke ich den zweiten Schluck.
Geh in meinen Schuhen !
Wenn der Winter kommt,
wärmt mich dein Mantel.
Wir weinen aus einem Auge,
schließen am Abend die Türe,
allein zu sein. Im Schlaf
greifen deine Träume in meine.

Hans Bender

* Christin *

Photobucket
18
Feb
09

Vorfrühling

Photobucket

Es läuft der Frühlingswind
durch kahle Alleen;
seltsame Dinge sind
in seinem Wehen.

Er hat sich gewiegt,
wo Weinen war,
und hat sich geschmiegt
in zerrüttetes Haar.

Er schüttelt nieder
Akazienblüten
und kühlt die Glieder,
die atmend glühten.

Lippen in Lachen
hat er berührt,
die weichen und wachen
Fluren durchspürt.

Er glitt durch die Flöte
als schluchzender Schrei,
an dämmernder Röte
flog er vorbei.

Er flog mit Schweigen
durch flüsternde Zimmer
und löschte mit Neigen
der Ampel Schimmer.

Es läuft der Frühlingswind
durch kahle Alleen;
seltsame Dinde sind
in seinem Wehen.

Durch die glatten
kahlen Alleen
treibt sein Wehen
blasse Schatten.

und den Duft
den er gebracht,
von wo er gekommen
seit gestern Nacht.

Hugo von Hofmannsthal

Einen guten Tag wünsche ich Euch
freundliche Gesichter und mein Lächeln
danke das es Euch gibt.

leise
* Christin *